Die Manufaktur
Wo die Mochilas entstehen
La Guajira ist die nördlichste Spitze Südamerikas — eine Halbinsel aus Wüste und Karibik, Heimat des Wayuu-Volkes. Hier wird jede Kaanela-Mochila von Hand gewebt.

La Guajira
Zwischen Salzwüste und Meer leben die Wayuu, das größte indigene Volk Kolumbiens. Das Weben ist hier kein Kunstgewerbe, sondern Teil des Alltags — von Müttern an Töchter weitergegeben.

Der Webrahmen
Eine Mochila wird ohne Maschine gefertigt. Die Weberin beginnt am runden Boden und arbeitet sich Reihe für Reihe nach oben — die Kaana entsteht im Kopf, nicht nach einer Vorlage.
Wochen, nicht Minuten
Eine klassische Mochila braucht rund 18 Tage. Ein Einzelfaden über vier Wochen. Diese Zeit ist der Grund, warum jedes Stück seinen Preis trägt — und warum es ein Unikat bleibt.
Einzelfaden oder Doppelfaden?
Der wichtigste Qualitätsunterschied bei einer Wayuu-Mochila ist die Machart. Er bestimmt Dichte, Haltbarkeit — und Preis.
Einzelfaden · una hebra
Mit einem einzigen Faden gearbeitet. Dichter, feiner, haltbarer — und mit über 30 Tagen die aufwendigste Technik. Die Königsdisziplin.
Doppelfaden · dos hebras
Mit zwei Fäden zugleich gearbeitet. Etwas schneller und weicher im Griff, der lebendige Klassiker für jeden Tag.
Die Frauen hinter den Mustern
Wir arbeiten mit einem festen, kleinen Kreis von Weberinnen zusammen — nicht anonym, nicht austauschbar. Du findest ihren Namen auf jeder Produktseite.
Remedios Epieyú
Uribia, La Guajira
Remedios webt seit ihrer Kindheit im Einzelfaden — eine Technik, für die sie über vier Wochen pro Tasche braucht. Ihre Großmutter brachte ihr die Rauten der Marüliünaya bei.
Marta Uriana
Manaure, La Guajira
Marta lebt nahe den Salinen von Manaure. Sie liebt kräftige, fröhliche Farben und gibt ihr Wissen an die jüngeren Frauen ihrer Rancheria weiter.
Carmen Ipuana
Riohacha, La Guajira
Carmen ist eine der erfahrensten Weberinnen unseres Kreises. Ihre ruhigen, tiefen Farbkombinationen tragen die Handschrift von mehr als drei Jahrzehnten.
Luz Pushaina
Maicao, La Guajira
Luz gehört zur jüngeren Generation. Sie verbindet überlieferte Kaanas mit den Tönen des karibischen Meeres, das sie vor Augen hat.